Aus Steinkohle wird Koks
Vieles, was wir täglich benutzen, wird aus Eisen oder Stahl hergestellt. Nicht nur Autos, Motor- und Fahrräder, auch viele Dinge im Haushalt wie Töpfe und Besteck sind aus Eisen. Reines Eisen kommt in der Natur aber nicht vor.
Kokerei Prosper in Bottrop
Werkstatt
Gasbehälter
Wasserdampf
Kokslöschturm
„Schwarze Seite ”
Koksofenbatterie
„Weiße Seite”
Kohlenmischlager
Kokskohlenmühlen und -silo
Jeder dieser Öfen fasst etwa 80 Tonnen Kokskohle. So nennt man die Mischung verschiedener Kohlearten, die zusammen die optimale Koksgüte ergeben. Die Öfen werden einer nach dem anderen von oben befüllt, damit sie nie ausgehen. Bei 350 °C wird die Kohle weich. Bei der weiteren Erhitzung zersetzt sich die Kohle und es entweicht Gas. Dieses sammelt sich im oberen Teil des Ofens und wird abgeleitet. Mit einem Teil des Gases werden die Öfen beheizt.
Bei 1.200 bis 1.350 °C wird die Kohle zu Koks umgewandelt. Nun muss die Kohle im Ofen noch garen. Das dauert 20 bis 30 Stunden. Mit der Zeit wird die zum Koks umgewandelte Kohle wieder fest. Danach ist sie um ein Drittel leichter und hat ganz viele Poren. Sie besteht jetzt beinahe aus reinem Kohlenstoff. Nun werden die seitlichen Ofentüren geöffnet und der „Kokskuchen“ herausgedrückt.
Der glühende Koks fällt in einen Löschwagen. Der bringt ihn sofort zum Löschturm, wo der Koks mit Wasser abgelöscht wird. Sonst würde er an der Luft verbrennen. Der Bereich einer Kokerei, wo die Kohle in Koks umgewandelt wird, heißt „schwarze Seite“.
Es gibt auch eine „weiße Seite“. So nennt man den Bereich einer Kokerei, in der das Koksofengas gereinigt und aufgearbeitet wird. Die vielen Rohrleitungen und Gasbehälter sehen aus wie eine chemische Fabrik und das ist es auch.
Aus dem Koksofengas werden viele verschiedene Stoffe gewonnen, die für die chemische Industrie großen Wert haben. Neben dem Gas werden Stoffe gewonnen, die z. B. zu Düngemittel, Farben und vielen chemischen Produkten weiterverarbeitet werden.
Schema eines Koksofens
Befüllung des Löschwagens