Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Gefördert durch

Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Bildungsprojekt gefördert durch

Kreislauf des Wassers

Ewigkeitsaufgabe Grubenwasser

Das ständig nachfließende Grubenwasser zählt in der Nachbergbauzeit zu einer der größten Herausforderungen. Das hängt mit dem globalen Wasserkreislauf zusammen. Wie der ewige Kreislauf des Wassers funktioniert, zeigt die Abbildung. Hier erfährt man vieles über Verdunstung, Wolkenbildung, Niederschlag, Versickerung und Grundwasser.

Man sieht auch, dass unter der Erde ein Wasserspeicher ist, das Grundwasser. Denn ein großer Teil des Regenwassers fließt nicht mit den Bächen und Flüssen ab, sondern versickert im Boden. Dadurch wird das Wasser gereinigt. Es steht uns wieder als Trinkwasser zur Verfügung, doch ein Großteil fließt als Grundwasserströmung Richtung Meer. Für Menschen, Pflanzen und Tiere ist dieser Kreislauf lebens­notwendig.

Schacht

Gewässer

Grundwasserführende Schicht

Wasserstauende Schicht

Tauchpumpen

Grubengebäude

Wo kommt so viel Wasser her?

Regen, Schnee und Hagel, das alles versteht man unter Niederschlag, der aus den Wolken fällt. Im Ruhrgebiet sind das im Jahr etwa 800 Liter auf einen Quadratmeter (m2). Umgerechnet auf eine ganze Stadt ist das eine gewaltige Menge. Das kann man am Beispiel seiner Heimatstadt einmal errechnen. Dann wird auch klar, weshalb ständig so viel Grubenwasser gehoben werden muss.

Im aktiven Bergbau musste das Gruben­wasser, das sich in den Räumen unter der Erde sammelte, ständig über Sammelbecken, Pumpen und Rohrleitungen nach über Tage geleitet werden. So konnten die Bergleute trocken und sicher arbeiten. Seit alle Bergwerke geschlossen sind, braucht man dieses System nicht mehr. Ehemalige Schachtanlagen werden jetzt als Brunnen genutzt, um das Grubenwasser zu heben.

Wenn der obere Teil des Schachtes verschlossen wird, werden gleichzeitig Rohre einbetoniert. Darin hängen an Stahlseilen bis zu 20 m lange Pumpen. Sie sind beweglich und tauchen in das Grubenwasser ein. Der Bergmann nennt sie deshalb auch Tauchpumpen. Jetzt kann man den Anstieg im Grubengebäude ganz genau kontrollieren.

Mit 20 m langen Tauchmotorkreiselpumpen wird das Grubenwasser gehoben.

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Meiler zur Herstellung von Holzkohle

Herstellung von Holzkohle

Die einzelnen Holzstücke werden zu einem kegelförmigen Haufen geschichtet und mit Erde und Rasen abgedeckt. So ein Haufen wird Meiler genannt. Nur durch kleine Öffnungen im Meiler gelangt Luft unter die Abdeckung.

Das Ziel ist es, möglichst nicht das Holz, sondern nur die aus dem erhitzten Holz entweichenden Gase zu verbrennen. An dem aufsteigenden Rauch kann der Köhler sehen, ob die Verkohlung gelungen ist. Dann verschließt er die Luftöffnungen, und der Meiler kühlt langsam wieder ab. Die Holzkohle ist fertig. Heute gibt es in manchen Waldgebieten Köhler, die dieses alte Verfahren vorführen.

Schlägel und Eisen wurden zum Symbol für den Bergbau. Schon im Mittelalter taucht das Zeichen in vielen Stadtwappen auf.

Auch heute noch sind Schlägel und Eisen in manchen Stadtwappen enthalten. So zum Beispiel in St. Andreasberg/Harz, wo Erz abgebaut wurde, oder in den Bergbaustädten Gelsenkirchen und Herne im Ruhrgebiet, St. Ingbert im Saarrevier oder Peißenberg in Bayern.
Auch auf Landkarten findet man das Symbol als Kennzeichnung für ein Bergwerk. Steht das Zeichen auf dem Kopf, zeigt es ein still­gelegtes Bergwerk an.

Skip ist das englische Wort für ein geschlossenes Förder­gefäß aus Stahl, das ungefähr 17 Meter hoch, 3,50 Meter lang und 2 Meter breit ist.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km pro Stunde rasen zwei Skips über 30 Mal in der Stunde durch den Schacht von der Oberfläche zum Füllort und zurück – vollautomatisch.

Wenn der eine Skip unten ist, ist der andere oben.
So werden bis zu 1.000 Tonnen Kohle in der Stunde gefördert.

Benno Bergmann hat für euch aufgeschrieben, wie die Arbeit eines Bergmanns aussah. Außerdem hat er erzählt, wie ein Bergwerk funktioniert. Die Bergleute arbeiteten in drei Schichten rund um die Uhr. Das alles kannst du in den folgenden Kapiteln nachlesen.

Bereits im 13. Jahrhundert wurde nach der Steinkohle gegraben. Von 1957 bis 2018 gab es im Ruhrrevier 140 Bergwerke. An der Lippe wurde die Kohle bis in einer Tiefe von 1.500 Meter abgebaut. Am 21.12.2018 wurde mit Prosper Haniel feierlich das letzte Bergwerk in Deutschland geschlossen.