Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Gefördert durch

Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Bildungsprojekt gefördert durch

Verwaltungsgebäude der RAG-Stiftung und der RAG Aktien­gesellschaft auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein

RAG-Stiftung und RAG Aktiengesellschaft

Für die Lösung der Ewigkeitsaufgaben braucht man Geld, sehr viel Geld. 2024 wurden hierfür etwa 288 Millionen Euro ausgegeben.

Bezahlt wird das alles von der RAG-Stiftung, die im Jahr 2007 gegründet wurde. Ihre Aufgabe: den deutschen Steinkohlenbergbau der RAG Aktieng­esellschaft bis 2018 abzuwickeln und die daraus entstandenen Ewigkeitsaufgaben zu finanzieren. Die Umsetzung übernimmt die RAG Aktiengesellschaft.

Zu den Ewigkeitsaufgaben gehören: Grubenwasserhaltung, Poldermaßnahmen und Grundwasser­reinigung. Diese müssen dauerhaft finanziert werden. Eine weitere Aufgabe der RAG-Stiftung ist die Förderung von Bildung, Wissenschaft und Kultur in den ehemaligen Bergbauregionen an Ruhr, Saar und in Ibben­büren. Im Jahr 2024 wurden dafür 32 Millionen Euro eingesetzt. Das große Vermögen der RAG-Stiftung setzt sich aus Anteilen am Chemie­konzern Evonik, der Wohnungsgesellschaft Vivawest und zahlreichen Kapitalanlagen wie Aktien, Unternehmensbeteiligungen und Immobilien weltweit zusammen.

Was ist eine Stiftung?

Eine Stiftung besitzt ein Vermögen, das dauerhaft einem festgeschriebenen Zweck gewidmet ist. Dieses Vermögen selbst wird nicht angetastet. Doch die Stiftung verpflichtet sich, das Vermögen sicher und gewinnbringend anzulegen. Das auf diese Weise erwirtschaftete Geld wird den Zielen der Stiftung entsprechend eingesetzt.

Eine Stiftung ist für die Ewigkeit gedacht und kann in der Regel nicht aufgelöst werden.

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Meiler zur Herstellung von Holzkohle

Herstellung von Holzkohle

Die einzelnen Holzstücke werden zu einem kegelförmigen Haufen geschichtet und mit Erde und Rasen abgedeckt. So ein Haufen wird Meiler genannt. Nur durch kleine Öffnungen im Meiler gelangt Luft unter die Abdeckung.

Das Ziel ist es, möglichst nicht das Holz, sondern nur die aus dem erhitzten Holz entweichenden Gase zu verbrennen. An dem aufsteigenden Rauch kann der Köhler sehen, ob die Verkohlung gelungen ist. Dann verschließt er die Luftöffnungen, und der Meiler kühlt langsam wieder ab. Die Holzkohle ist fertig. Heute gibt es in manchen Waldgebieten Köhler, die dieses alte Verfahren vorführen.

Schlägel und Eisen wurden zum Symbol für den Bergbau. Schon im Mittelalter taucht das Zeichen in vielen Stadtwappen auf.

Auch heute noch sind Schlägel und Eisen in manchen Stadtwappen enthalten. So zum Beispiel in St. Andreasberg/Harz, wo Erz abgebaut wurde, oder in den Bergbaustädten Gelsenkirchen und Herne im Ruhrgebiet, St. Ingbert im Saarrevier oder Peißenberg in Bayern.
Auch auf Landkarten findet man das Symbol als Kennzeichnung für ein Bergwerk. Steht das Zeichen auf dem Kopf, zeigt es ein still­gelegtes Bergwerk an.

Skip ist das englische Wort für ein geschlossenes Förder­gefäß aus Stahl, das ungefähr 17 Meter hoch, 3,50 Meter lang und 2 Meter breit ist.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km pro Stunde rasen zwei Skips über 30 Mal in der Stunde durch den Schacht von der Oberfläche zum Füllort und zurück – vollautomatisch.

Wenn der eine Skip unten ist, ist der andere oben.
So werden bis zu 1.000 Tonnen Kohle in der Stunde gefördert.

Benno Bergmann hat für euch aufgeschrieben, wie die Arbeit eines Bergmanns aussah. Außerdem hat er erzählt, wie ein Bergwerk funktioniert. Die Bergleute arbeiteten in drei Schichten rund um die Uhr. Das alles kannst du in den folgenden Kapiteln nachlesen.

Bereits im 13. Jahrhundert wurde nach der Steinkohle gegraben. Von 1957 bis 2018 gab es im Ruhrrevier 140 Bergwerke. An der Lippe wurde die Kohle bis in einer Tiefe von 1.500 Meter abgebaut. Am 21.12.2018 wurde mit Prosper Haniel feierlich das letzte Bergwerk in Deutschland geschlossen.