Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Gefördert durch

Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Bildungsprojekt gefördert durch

Steinkohle wird von Bergleuten ans Tageslicht geholt

So sieht der Tagesablauf eines Bergmanns aus

Die Bergleute arbeiten in drei Schichten abwechselnd rund um die Uhr. 
Klicke dich durch die Frühschicht eines typischen Arbeitstags.

Bergmannskleidung und Ausrüstung von Kopf bis Fuß

Auf seinem Weg zur Arbeit wird noch niemand den Bergmann an der Kleidung erkennen. 

In der Weißkaue, so nennt man den großen Umkleideraum auf dem Bergwerk, zieht der Bergmann seine Straßenkleidung aus. Schränke gibt es hier nicht. Die private ­Kleidung wird an einen Haken gehängt und mit einer langen Kette an die Kauendecke hochgezogen. Die Kette wird mit einem Schloss gesichert. 

Dann geht er nebenan in die Schwarzkaue. Die heißt so, weil die Bergleute hier ihre Arbeitskleidung, die vom Kohlenstaub häufig schwarz ist, anziehen.

Nach der Schicht legt er hier seine Arbeitskleidung wieder ab und zieht sie zum Lüften unter die Decke. Dann geht er in den Duschraum. Der wird Waschkaue genannt und liegt zwischen der Schwarz- und Weißkaue. So kommt die saubere Kleidung nicht mit Kohlenstaub in Berührung.

Zunächst zieht der Bergmann in der Schwarz­kaue natürlich Unterwäsche, Arbeits­socken, Hose, Hemd, Jacke und ein Hals­tuch an. Dann folgt die Sicherheitsausrüstung: Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen, Schienbeinschoner, Schutzbrille, Handschuhe, Helm, Kopflampe mit Akku, Gehörschutz, Staubschutzmaske und der Filter-Selbst­retter für Notfälle.

Kennst du alle
Ausrüstungsstücke
des Bergmanns?

Schutzhelm mit Kopflampe

Schutzbrille

Gehörschutz

Staubschutzmaske

Filter-Selbstretter

Schutz­handschuhe

Schienbeinschoner

Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen

Sicherheit

Der Filter-Selbstretter ist eine Atemschutzmaske. Er ist wichtig, obwohl die meisten Bergleute ihn noch nie benutzt haben. Sollte es unter Tage doch mal brennen, so kann der Bergmann damit weiteratmen und zum Schacht kommen.

Nasenklemme

Mundstück

Ausatemventil

Filterteil

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Meiler zur Herstellung von Holzkohle

Herstellung von Holzkohle

Die einzelnen Holzstücke werden zu einem kegelförmigen Haufen geschichtet und mit Erde und Rasen abgedeckt. So ein Haufen wird Meiler genannt. Nur durch kleine Öffnungen im Meiler gelangt Luft unter die Abdeckung.

Das Ziel ist es, möglichst nicht das Holz, sondern nur die aus dem erhitzten Holz entweichenden Gase zu verbrennen. An dem aufsteigenden Rauch kann der Köhler sehen, ob die Verkohlung gelungen ist. Dann verschließt er die Luftöffnungen, und der Meiler kühlt langsam wieder ab. Die Holzkohle ist fertig. Heute gibt es in manchen Waldgebieten Köhler, die dieses alte Verfahren vorführen.

Schlägel und Eisen wurden zum Symbol für den Bergbau. Schon im Mittelalter taucht das Zeichen in vielen Stadtwappen auf.

Auch heute noch sind Schlägel und Eisen in manchen Stadtwappen enthalten. So zum Beispiel in St. Andreasberg/Harz, wo Erz abgebaut wurde, oder in den Bergbaustädten Gelsenkirchen und Herne im Ruhrgebiet, St. Ingbert im Saarrevier oder Peißenberg in Bayern.
Auch auf Landkarten findet man das Symbol als Kennzeichnung für ein Bergwerk. Steht das Zeichen auf dem Kopf, zeigt es ein still­gelegtes Bergwerk an.

Skip ist das englische Wort für ein geschlossenes Förder­gefäß aus Stahl, das ungefähr 17 Meter hoch, 3,50 Meter lang und 2 Meter breit ist.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km pro Stunde rasen zwei Skips über 30 Mal in der Stunde durch den Schacht von der Oberfläche zum Füllort und zurück – vollautomatisch.

Wenn der eine Skip unten ist, ist der andere oben.
So werden bis zu 1.000 Tonnen Kohle in der Stunde gefördert.

Benno Bergmann hat für euch aufgeschrieben, wie die Arbeit eines Bergmanns aussah. Außerdem hat er erzählt, wie ein Bergwerk funktioniert. Die Bergleute arbeiteten in drei Schichten rund um die Uhr. Das alles kannst du in den folgenden Kapiteln nachlesen.

Bereits im 13. Jahrhundert wurde nach der Steinkohle gegraben. Von 1957 bis 2018 gab es im Ruhrrevier 140 Bergwerke. An der Lippe wurde die Kohle bis in einer Tiefe von 1.500 Meter abgebaut. Am 21.12.2018 wurde mit Prosper Haniel feierlich das letzte Bergwerk in Deutschland geschlossen.