Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Gefördert durch

Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Bildungsprojekt gefördert durch

Begriffe aus dem Bergbau

Alter Mann

abgebauter Teil eines Flözes, das zusammengebrochen oder mit losem Gestein verfüllt worden ist

Anker

 

mit dem Bohrloch verklebte Stahlstange, wirkt wie eine Schraube in einem Dübel, wird eingesetzt, um Gesteinsplatten zusammenzugehalten und Strecken zu sichern

Ausfahren

das Grubengebäude unter Tage verlassen

Berge

Gesteinsstücke, die beim Kohleabbau anfallen

Deckgebirge

Gesteinsschichten, die bis an die Oberfläche reichen und keine Kohlevorkommen enthalten

Einfahren

sich in das Grubengebäude begeben

Fahren


sich Fortbewegen unter Tage, auch wenn man zu Fuß geht

Flöz


eine in das Gestein eingebettete Kohleschicht

Förderkorb


mehrstöckiger Fahrstuhl im Schacht des Bergwerks, früher: ein Korb

Füllort


großer Hohlraum am Schacht auf jedem Stockwerk (= Sohle) des Grubengebäudes, wo die Förderkörbe „gefüllt“ werden

Gebirge

vom Bergbau erfasster Teil der Erde unter Tage

Glück auf!


heute üblicher Gruß der Bergleute, früher wünschte man sich so gegenseitig Glück beim Auffinden einer Lagerstätte

Grubengebäude

alle Untertageräume eines Bergwerks

Halde



Anschüttung der bei der Kohlegewinnung anfallenden „Berge“ (= Gestein) gilt auch für Kohlen- und Kokslager

Hängebank


oberes Ende des Schachtes, wo Material be- und entladen wird und Personen in die Förderkörbe ein- oder aussteigen

Hauer

geprüfter Bergmann für spezielle Aufgaben unter Tage (Kohlenhauer, Strebhauer)

Hobel


Gerät, das am Flöz entlanggezogen wird und die Kohle wie ein Hobel herausschält

Kaue


Umkleide- und Waschraum der Bergleute

Lampenstube


Raum zur Aufbewahrung, Ausgabe, Reparatur und zum Aufladen der Grubenlampen

Mächtigkeit


Dicke eines Flözes oder einer Gesteinsschicht

Kettenförderer


Stahlrinne, in der Ketten Metallstege ziehen. Auf den Förderer fällt die herausgelöste Kohle und wird von den Stegen aus dem Streb geschoben

Revier


Bereich des Grubengebäudes (s.o.) unter Tage. Über Tage wird die gesamte Gegend, in der Bergbau betrieben wird, als Revier bezeichnet

RAG


1968 als Ruhrkohle AG gegründet als Zusammenschluss von Bergwerken. RAG Aktiengesellschaft heute zuständig für die Ewigkeitsaufgaben, Tochtergesellschaft der RAG-Stiftung

Schacht


senkrechter röhrenförmiger Zugang ins Bergwerk per Förderkorb

Schicht



tägliche Arbeitstag des Bergmanns, Ende der Arbeitszeit = Schicht machen

Schild


Stütz- und Schutzgerät auf Gleitkufen, dessen oberer Teil schildartig geschlossen ist. Er wird von hydraulischen Stempeln gegen die Decke des Strebs gepresst, wo die Kohle abgebaut wird.

Steinkohlengebirge

alle übereinander folgenden Gesteinsschichten, in denen Steinkohlenflöze auftreten.

Seilfahrt


Personenbeförderung in einem Schacht

Steiger


Ingenieur, der als Aufsichtsperson unter Tage arbeitet

Stollen


Transportweg, der von der Tagesoberfläche aus waagerecht in den Berg vorgetrieben wird

Stollenmundloch


Eingang eines Stollens

Streb


unterirdischer Gang, in dem Kohle abgebaut wird

Strecke


unterirdischer Transportweg, in dem keine Kohle abgebaut wird, führen zum Beispiel zum Abbau (Streb) und sind meist waagerecht

Walzenschrämlader


Maschine mit zwei rotierenden, mit Meißeln zum Schneiden bestückte Walzen, die sich auf einer Schiene im Streb bewegt und Kohle aus dem Flöz herausschneidet

Wetter

Luft in Grubengebäuden – es gibt frische, matte, böse und schlagende Wetter

Zeche

Schachtanlage, Grube, Bergwerk

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Meiler zur Herstellung von Holzkohle

Herstellung von Holzkohle

Die einzelnen Holzstücke werden zu einem kegelförmigen Haufen geschichtet und mit Erde und Rasen abgedeckt. So ein Haufen wird Meiler genannt. Nur durch kleine Öffnungen im Meiler gelangt Luft unter die Abdeckung.

Das Ziel ist es, möglichst nicht das Holz, sondern nur die aus dem erhitzten Holz entweichenden Gase zu verbrennen. An dem aufsteigenden Rauch kann der Köhler sehen, ob die Verkohlung gelungen ist. Dann verschließt er die Luftöffnungen, und der Meiler kühlt langsam wieder ab. Die Holzkohle ist fertig. Heute gibt es in manchen Waldgebieten Köhler, die dieses alte Verfahren vorführen.

Schlägel und Eisen wurden zum Symbol für den Bergbau. Schon im Mittelalter taucht das Zeichen in vielen Stadtwappen auf.

Auch heute noch sind Schlägel und Eisen in manchen Stadtwappen enthalten. So zum Beispiel in St. Andreasberg/Harz, wo Erz abgebaut wurde, oder in den Bergbaustädten Gelsenkirchen und Herne im Ruhrgebiet, St. Ingbert im Saarrevier oder Peißenberg in Bayern.
Auch auf Landkarten findet man das Symbol als Kennzeichnung für ein Bergwerk. Steht das Zeichen auf dem Kopf, zeigt es ein still­gelegtes Bergwerk an.

Skip ist das englische Wort für ein geschlossenes Förder­gefäß aus Stahl, das ungefähr 17 Meter hoch, 3,50 Meter lang und 2 Meter breit ist.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km pro Stunde rasen zwei Skips über 30 Mal in der Stunde durch den Schacht von der Oberfläche zum Füllort und zurück – vollautomatisch.

Wenn der eine Skip unten ist, ist der andere oben.
So werden bis zu 1.000 Tonnen Kohle in der Stunde gefördert.

Benno Bergmann hat für euch aufgeschrieben, wie die Arbeit eines Bergmanns aussah. Außerdem hat er erzählt, wie ein Bergwerk funktioniert. Die Bergleute arbeiteten in drei Schichten rund um die Uhr. Das alles kannst du in den folgenden Kapiteln nachlesen.

Bereits im 13. Jahrhundert wurde nach der Steinkohle gegraben. Von 1957 bis 2018 gab es im Ruhrrevier 140 Bergwerke. An der Lippe wurde die Kohle bis in einer Tiefe von 1.500 Meter abgebaut. Am 21.12.2018 wurde mit Prosper Haniel feierlich das letzte Bergwerk in Deutschland geschlossen.