Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

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Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

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Bildungsprojekt gefördert durch

Ohne Sonne geht gar nichts

Unsere Sonne ist die älteste Energiequelle. Ohne sie wäre Leben auf der Erde nicht möglich. Bis die Steinzeitmenschen vor vielleicht 400.000 Jahren lernten Feuer zu machen, war die Sonne ihre einzige Licht- und Wärmequelle.

Probiere es aus:
So machten die Steinzeitmenschen Feuer.

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So machten die Steinzeitmenschen Feuer.

Mit dem Feuer konnten sich die Menschen seitdem vor Kälte schützen. Sie konnten ihre Nahrung nun auch kochen oder braten. Durch den Lichtschein des Feuers konnten sie auch nach Sonnenuntergang noch arbeiten.

Schon vor 10.000 Jahren nutzten die Steinzeitmenschen das Feuer auch zur Arbeitserleichterung. Sie erhitzten Kalkgestein sehr stark und gossen dann kaltes Wasser darüber. Die Steine zersprangen, und der im Kalkstein enthaltene Feuerstein wurde freigelegt. Aus dem Feuerstein sind dann Waffen und Werkzeuge hergestellt worden.

Später haben die Menschen häufig Tiere genutzt, um sich ihre Arbeit zu erleichtern. So wurden zum Beispiel Ochsen vor einen Pflug gespannt. Doch auch durch menschliche Muskelkraft allein wurden beeindruckende Dinge geschaffen. Unzählige Arbeiter haben Pyramiden, Brücken und Paläste gebaut.

Gleichzeitig haben die Menschen schon seit langem Wind- und Wasserkraft genutzt. So gab es vor 2.000 Jahren Wasserräder als Schöpfvorrichtung. Inder, Ägypter und Chinesen nutzten sie zur Bewässerung ihrer Felder.

Bereits vor über 1.000 Jahren gab es in Persien, dem heutigen Iran, Windmühlen. Segelschiffe nutzten schon vorher auf allen Meeren die Windenergie.

Mit der Erfindung der Dampfmaschinen in ­England um 1765 brach ein neues Zeitalter an. Diese Maschinen wurden mit ­Steinkohle befeuert und erleichterten die Arbeit des ­Menschen erheblich.

Um 1900 begann eine weitere gewaltige industrielle Entwicklung. Die Stromerzeugung war erfunden worden und schon wenige Jahre später wurde in großen Kraftwerken Kohle in Strom umgewandelt.

Die Geschichte der Energienutzung

Gegenwart

Altertum

Steinzeit

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Meiler zur Herstellung von Holzkohle

Herstellung von Holzkohle

Die einzelnen Holzstücke werden zu einem kegelförmigen Haufen geschichtet und mit Erde und Rasen abgedeckt. So ein Haufen wird Meiler genannt. Nur durch kleine Öffnungen im Meiler gelangt Luft unter die Abdeckung.

Das Ziel ist es, möglichst nicht das Holz, sondern nur die aus dem erhitzten Holz entweichenden Gase zu verbrennen. An dem aufsteigenden Rauch kann der Köhler sehen, ob die Verkohlung gelungen ist. Dann verschließt er die Luftöffnungen, und der Meiler kühlt langsam wieder ab. Die Holzkohle ist fertig. Heute gibt es in manchen Waldgebieten Köhler, die dieses alte Verfahren vorführen.

Schlägel und Eisen wurden zum Symbol für den Bergbau. Schon im Mittelalter taucht das Zeichen in vielen Stadtwappen auf.

Auch heute noch sind Schlägel und Eisen in manchen Stadtwappen enthalten. So zum Beispiel in St. Andreasberg/Harz, wo Erz abgebaut wurde, oder in den Bergbaustädten Gelsenkirchen und Herne im Ruhrgebiet, St. Ingbert im Saarrevier oder Peißenberg in Bayern.
Auch auf Landkarten findet man das Symbol als Kennzeichnung für ein Bergwerk. Steht das Zeichen auf dem Kopf, zeigt es ein still­gelegtes Bergwerk an.

Skip ist das englische Wort für ein geschlossenes Förder­gefäß aus Stahl, das ungefähr 17 Meter hoch, 3,50 Meter lang und 2 Meter breit ist.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km pro Stunde rasen zwei Skips über 30 Mal in der Stunde durch den Schacht von der Oberfläche zum Füllort und zurück – vollautomatisch.

Wenn der eine Skip unten ist, ist der andere oben.
So werden bis zu 1.000 Tonnen Kohle in der Stunde gefördert.

Benno Bergmann hat für euch aufgeschrieben, wie die Arbeit eines Bergmanns aussah. Außerdem hat er erzählt, wie ein Bergwerk funktioniert. Die Bergleute arbeiteten in drei Schichten rund um die Uhr. Das alles kannst du in den folgenden Kapiteln nachlesen.

Bereits im 13. Jahrhundert wurde nach der Steinkohle gegraben. Von 1957 bis 2018 gab es im Ruhrrevier 140 Bergwerke. An der Lippe wurde die Kohle bis in einer Tiefe von 1.500 Meter abgebaut. Am 21.12.2018 wurde mit Prosper Haniel feierlich das letzte Bergwerk in Deutschland geschlossen.