Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Gefördert durch

Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Bildungsprojekt gefördert durch

UNESCO-Welterbe Zollverein

Zollverein

Doppelbock-Fördergerüst
von Zollverein, Schacht 12

Die RAG Aktiengesellschaft und die RAG-Stiftung haben sich mit ihrem Neubau auf historischem Gelände angesiedelt, auf dem ehemaligen Areal der Zeche Zollverein in Essen. Dieses Bergwerk wurde bereits im Jahr 2001 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Um das Jahr 1850 in Betrieb genommen, war es in den 1930er Jahren das größte und leistungsstärkste Bergwerk weltweit. Im Jahr 1986 wurde es stillgelegt. Aber still ist es hier auf keinen Fall.

Treppenhaus im Ruhr Museum

Einen Besuch im Ruhr Museum sollte niemand verpassen. Die Besucher/-innen fahren über eine lange Rolltreppe hinauf zur ehemaligen Kohlenwäsche. Vorbei geht es an dem größten jemals geförderten Brocken Steinkohle. Er ist 7.000 Kilogramm schwer und stammt vom Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop. Eine Treppe führt die Museums-Besucher/-innen drei Etagen tief in die Ausstellungen. Das Treppenhaus ist orange-rot beleuchtet – glühendes Eisen hat die Architekten dazu angeregt.

Badespaß im Sommer …

… Schlittschuhlaufen im Winter

Außerdem gibt es das Red Dot Design Museum, einen Fachbereich der Folkwang Universität der Künste, Ateliers und Gaststätten. Die weitläufige Industrieparklandschaft lädt zu Erkundungen ein und die im Original erhaltenen Übertageanlagen von Zeche und Kokerei können im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Ein besonderer Spaß: Im Winter kann man neben den Koksöfen Schlittschuh laufen, im Sommer in zwei zusammengeschweißten Übersee-Containern ­schwimmen.

Freizeit in der ehemaligen Kokerei

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Meiler zur Herstellung von Holzkohle

Herstellung von Holzkohle

Die einzelnen Holzstücke werden zu einem kegelförmigen Haufen geschichtet und mit Erde und Rasen abgedeckt. So ein Haufen wird Meiler genannt. Nur durch kleine Öffnungen im Meiler gelangt Luft unter die Abdeckung.

Das Ziel ist es, möglichst nicht das Holz, sondern nur die aus dem erhitzten Holz entweichenden Gase zu verbrennen. An dem aufsteigenden Rauch kann der Köhler sehen, ob die Verkohlung gelungen ist. Dann verschließt er die Luftöffnungen, und der Meiler kühlt langsam wieder ab. Die Holzkohle ist fertig. Heute gibt es in manchen Waldgebieten Köhler, die dieses alte Verfahren vorführen.

Schlägel und Eisen wurden zum Symbol für den Bergbau. Schon im Mittelalter taucht das Zeichen in vielen Stadtwappen auf.

Auch heute noch sind Schlägel und Eisen in manchen Stadtwappen enthalten. So zum Beispiel in St. Andreasberg/Harz, wo Erz abgebaut wurde, oder in den Bergbaustädten Gelsenkirchen und Herne im Ruhrgebiet, St. Ingbert im Saarrevier oder Peißenberg in Bayern.
Auch auf Landkarten findet man das Symbol als Kennzeichnung für ein Bergwerk. Steht das Zeichen auf dem Kopf, zeigt es ein still­gelegtes Bergwerk an.

Skip ist das englische Wort für ein geschlossenes Förder­gefäß aus Stahl, das ungefähr 17 Meter hoch, 3,50 Meter lang und 2 Meter breit ist.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km pro Stunde rasen zwei Skips über 30 Mal in der Stunde durch den Schacht von der Oberfläche zum Füllort und zurück – vollautomatisch.

Wenn der eine Skip unten ist, ist der andere oben.
So werden bis zu 1.000 Tonnen Kohle in der Stunde gefördert.

Benno Bergmann hat für euch aufgeschrieben, wie die Arbeit eines Bergmanns aussah. Außerdem hat er erzählt, wie ein Bergwerk funktioniert. Die Bergleute arbeiteten in drei Schichten rund um die Uhr. Das alles kannst du in den folgenden Kapiteln nachlesen.

Bereits im 13. Jahrhundert wurde nach der Steinkohle gegraben. Von 1957 bis 2018 gab es im Ruhrrevier 140 Bergwerke. An der Lippe wurde die Kohle bis in einer Tiefe von 1.500 Meter abgebaut. Am 21.12.2018 wurde mit Prosper Haniel feierlich das letzte Bergwerk in Deutschland geschlossen.