Schema einer Bergsenkung
Kohleabbau verändert die Landschaft
Auch die Erdoberfläche selbst ist anders als noch vor hundert Jahren. Einerseits sackte die Landschaft an manchen Stellen ab, weil unter der Erdoberfläche durch den Abbau der Kohle riesige Hohlräume entstanden sind. Durch diese Bergsenkungen haben sich manchmal sogar Seen gebildet.
Sie sind heute beliebte Ausflugsziele oder bieten zahlreichen Pflanzen und Tieren einen geschützten Lebensraum.
Andererseits wurde das Bergematerial, das mit der Kohle nach oben befördert worden ist, aufgehäuft. So entstanden richtige Berge, Halden genannt. Die Bergehalde Hoheward in Herten ist rund 110 Meter hoch.
Für viele Menschen ist die Bergehalde ein Ort der Erholung: Wandern, Spielen und ein Picknick machen in schöner Natur. Und kaum einer fragt sich, warum sich in der eigentlich recht „platten“ Landschaft des Ruhrgebiets ein Berg erhebt.
Halde Hoheward in Herten

Früher hatten die Bergwerke das mitgeförderte Gestein einfach über Förderbänder aufgeschüttet. Das Ergebnis waren schwarze spitze Berge.
Später wurde das Bergematerial mit Lastwagen in Schichten aufgeschüttet und verdichtet. So entstanden gestufte Halden, die man Tafelberge nennt.
Heute werden die Halden als Landschaftsbauwerke geplant und gestaltet. Sie sehen natürlich aus und sind vor allem schön bewachsen.
Nicht nur zahlreiche Pflanzenarten, auch viele Tiere haben sich hier angesiedelt. Pflanzen und Tiere, die Jahrzehnte lang kaum mehr Platz hatten im Ruhrgebiet. Jetzt sind sie zurückgekehrt.
Entwicklung der Bergehalden

So sind diese Landschaftsbauwerke eine Bereicherung für die Region. Ein unverwechselbares Gesicht verliehen ihnen außerdem Künstler.
Tetraeder in Bottrop
Auf der Bottroper Halde steht zum Beispiel ein Tetraeder. Das ist eine große Pyramide aus Stahl, die man begehen kann. Mutige trauen sich bis oben hinauf, obwohl die Treppen schwanken und man durch die Gitterroststufen direkt nach unten sehen kann.