Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Gefördert durch

Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Bildungsprojekt gefördert durch

Blockbild Steinkohlenbergbau

Das Blockbild zeigt vereinfacht, wie in einem modernen Bergwerk die Lagerstätte der Steinkohle erschlossen wird und wo der Bergmann im Streb die Kohle abbaut.

Um die unterirdischen Anlagen im Bild darstellen zu können, musste der Zeichner einen Teil des Gebirges weglassen. Wie das Bild zeigt, führen die Schächte von der Tagesoberfläche senkrecht durch das Deckgebirge in das Steinkohlengebirge. Vom Schacht aus führen tunnelartige Strecken ins Grubenfeld zu den oft weit entfernten Abbau-Revieren. Dort im Streb wird die Kohle – hier mit einem Walzenschrämlader – gewonnen.
Jedes Bergwerk verfügt über mehrere Schächte. Sie sind über ein weit verzweigtes, kilometerlanges Streckennetz miteinander verbunden. In den Strecken fahren Züge, die Kohle und Gestein zum Schacht und Material und die Bergleute vor Ort bringen. Die unterirdische Ausdehnung des Bergwerks ist mit der einer Stadt vergleichbar

Kennst du die Begriffe?

Kühlturm

Kesselhaus

Kraftwerk

Kohlenlager

Fördergerüst

Bergehalde

Nebenschacht

Hauptschachtanlage

Aufbereitung

Steinkohlengebirge

Einschienenhängebahn

Schacht

Deckgebirge

Füllort

Strecke

Flöz

Walzenschrämlader

Bandförderung

Streb

Streckenvortrieb

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Meiler zur Herstellung von Holzkohle

Herstellung von Holzkohle

Die einzelnen Holzstücke werden zu einem kegelförmigen Haufen geschichtet und mit Erde und Rasen abgedeckt. So ein Haufen wird Meiler genannt. Nur durch kleine Öffnungen im Meiler gelangt Luft unter die Abdeckung.

Das Ziel ist es, möglichst nicht das Holz, sondern nur die aus dem erhitzten Holz entweichenden Gase zu verbrennen. An dem aufsteigenden Rauch kann der Köhler sehen, ob die Verkohlung gelungen ist. Dann verschließt er die Luftöffnungen, und der Meiler kühlt langsam wieder ab. Die Holzkohle ist fertig. Heute gibt es in manchen Waldgebieten Köhler, die dieses alte Verfahren vorführen.

Schlägel und Eisen wurden zum Symbol für den Bergbau. Schon im Mittelalter taucht das Zeichen in vielen Stadtwappen auf.

Auch heute noch sind Schlägel und Eisen in manchen Stadtwappen enthalten. So zum Beispiel in St. Andreasberg/Harz, wo Erz abgebaut wurde, oder in den Bergbaustädten Gelsenkirchen und Herne im Ruhrgebiet, St. Ingbert im Saarrevier oder Peißenberg in Bayern.
Auch auf Landkarten findet man das Symbol als Kennzeichnung für ein Bergwerk. Steht das Zeichen auf dem Kopf, zeigt es ein still­gelegtes Bergwerk an.

Skip ist das englische Wort für ein geschlossenes Förder­gefäß aus Stahl, das ungefähr 17 Meter hoch, 3,50 Meter lang und 2 Meter breit ist.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km pro Stunde rasen zwei Skips über 30 Mal in der Stunde durch den Schacht von der Oberfläche zum Füllort und zurück – vollautomatisch.

Wenn der eine Skip unten ist, ist der andere oben.
So werden bis zu 1.000 Tonnen Kohle in der Stunde gefördert.

Benno Bergmann hat für euch aufgeschrieben, wie die Arbeit eines Bergmanns aussah. Außerdem hat er erzählt, wie ein Bergwerk funktioniert. Die Bergleute arbeiteten in drei Schichten rund um die Uhr. Das alles kannst du in den folgenden Kapiteln nachlesen.

Bereits im 13. Jahrhundert wurde nach der Steinkohle gegraben. Von 1957 bis 2018 gab es im Ruhrrevier 140 Bergwerke. An der Lippe wurde die Kohle bis in einer Tiefe von 1.500 Meter abgebaut. Am 21.12.2018 wurde mit Prosper Haniel feierlich das letzte Bergwerk in Deutschland geschlossen.