Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Gefördert durch

Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Bildungsprojekt gefördert durch

Ewigkeitsaufgabe Grundwasser

Eine andere Gefährdung des Grundwassers droht von oben. Auf einigen früheren Kokereistandorten kann es in der Vergangenheit zu Verunreinigungen des Bodens gekommen sein.

Über das Regenwasser, das im Boden versickert, können die Schadstoffe in das Grundwasser gelangen. Das ist eine echte Gefahr für unser Trinkwasser. Insgesamt gibt es über 90 Standorte in den Revieren, an denen ständig die Qualität des Grundwassers überprüft wird.

Altlastendeponie und Reinigungsanlage

Wenn Schadstoffe gefunden werden, wird die Oberfläche mit Folien und einer Bodenschicht abgedeckt. Das Regenwasser kann dort nicht mehr versickern. Jetzt kann das verschmutzte Grundwasser abgepumpt werden. In einer Anlage mit Aktivkohlefilter wird das Wasser gereinigt und in die Kanalisation eingeleitet. Auch das gehört zu den Ewigkeitsaufgaben des Bergbaus.

Das Grubenwasser darf nur bis zu einer ganz genau festgelegten Höhe ansteigen, damit es sich nicht mit dem Grundwasser mischt und dieses dann verunreinigt. Zwischen Grund- und Grubenwasser müssen 150 Meter Abstand bleiben.

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Meiler zur Herstellung von Holzkohle

Herstellung von Holzkohle

Die einzelnen Holzstücke werden zu einem kegelförmigen Haufen geschichtet und mit Erde und Rasen abgedeckt. So ein Haufen wird Meiler genannt. Nur durch kleine Öffnungen im Meiler gelangt Luft unter die Abdeckung.

Das Ziel ist es, möglichst nicht das Holz, sondern nur die aus dem erhitzten Holz entweichenden Gase zu verbrennen. An dem aufsteigenden Rauch kann der Köhler sehen, ob die Verkohlung gelungen ist. Dann verschließt er die Luftöffnungen, und der Meiler kühlt langsam wieder ab. Die Holzkohle ist fertig. Heute gibt es in manchen Waldgebieten Köhler, die dieses alte Verfahren vorführen.

Schlägel und Eisen wurden zum Symbol für den Bergbau. Schon im Mittelalter taucht das Zeichen in vielen Stadtwappen auf.

Auch heute noch sind Schlägel und Eisen in manchen Stadtwappen enthalten. So zum Beispiel in St. Andreasberg/Harz, wo Erz abgebaut wurde, oder in den Bergbaustädten Gelsenkirchen und Herne im Ruhrgebiet, St. Ingbert im Saarrevier oder Peißenberg in Bayern.
Auch auf Landkarten findet man das Symbol als Kennzeichnung für ein Bergwerk. Steht das Zeichen auf dem Kopf, zeigt es ein still­gelegtes Bergwerk an.

Skip ist das englische Wort für ein geschlossenes Förder­gefäß aus Stahl, das ungefähr 17 Meter hoch, 3,50 Meter lang und 2 Meter breit ist.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km pro Stunde rasen zwei Skips über 30 Mal in der Stunde durch den Schacht von der Oberfläche zum Füllort und zurück – vollautomatisch.

Wenn der eine Skip unten ist, ist der andere oben.
So werden bis zu 1.000 Tonnen Kohle in der Stunde gefördert.

Benno Bergmann hat für euch aufgeschrieben, wie die Arbeit eines Bergmanns aussah. Außerdem hat er erzählt, wie ein Bergwerk funktioniert. Die Bergleute arbeiteten in drei Schichten rund um die Uhr. Das alles kannst du in den folgenden Kapiteln nachlesen.

Bereits im 13. Jahrhundert wurde nach der Steinkohle gegraben. Von 1957 bis 2018 gab es im Ruhrrevier 140 Bergwerke. An der Lippe wurde die Kohle bis in einer Tiefe von 1.500 Meter abgebaut. Am 21.12.2018 wurde mit Prosper Haniel feierlich das letzte Bergwerk in Deutschland geschlossen.