Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Gefördert durch

Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Bildungsprojekt gefördert durch

Strom verändert die Welt

Der Wecker klingelt, wir knipsen das Licht an. In der Küche läuft die Kaffeemaschine, im Toaster werden Toastscheiben geröstet. Die Heizung verbreitet eine wohlige Wärme.

Ein Morgen wie jeder andere. Aber nur, solange die Stromversorgung funktioniert. Ohne Strom wäre es in der Wohnung kalt und dunkel. Das kann man sich kaum vorstellen. Aber selbstverständlich ist dies nicht. In vielen Ländern der Welt haben die Menschen zu wenig oder gar keinen Strom.

Wer weiß aber, dass bei der Stromversorgung weltweit auch Kohle eine wichtige Rolle spielt? Sie wird in Kraftwerken zu Strom umgewandelt.

Strom ist elektrische Energie

Das Wort Energie kommt aus dem Griechischen.


Das spricht man „energeia“, und das bedeutet so viel wie „wirkende Kraft“. Die Energie selbst ist unsichtbar, aber man kann ihre Wirkung sehen und spüren:

Zum Beispiel als Licht, als Wärme oder in der Bewegung von Maschinen. Als elektrischer Strom kann Energie über große Strecken transportiert werden. Auch in den Materialien selbst ist Energie enthalten, z. B. in der Kohle. Energie kann nicht erzeugt oder vernichtet werden, sondern immer nur von einer Energieform in eine andere Energieform umgewandelt werden.

Über 40 % der Energie, die bei uns zu Strom umgewandelt wird, stammt aus der Erde: Dort finden Geologen Kohle, Erdöl und Erdgas. Die Kohle hat sich vor Millionen von Jahren aus Resten von Pflanzen gebildet. Erdöl und Erdgas entstanden aus großen Massen von abgestorbenen kleinsten Tieren und Pflanzen. Außerdem wird Uran aus der Erde gewonnen, das in Kernkraftwerken eingesetzt wird. Alle diese Energiequellen sind irgendwann aufgebraucht.

Heute werden auch Wind, Biomasse, Sonnenstrahlung, Wasserkraft, Erdwärme und sogar Hausmüll zur Stromerzeugung genutzt. Mit Hilfe von Windparks, Blockheizkraftwerken, Solardächern, Wasserkraftwerken und Müllverbrennungsanlagen wird Strom erzeugt. Inzwischen decken diese erneuerbaren Energien über die Hälfte des Strombedarfs. Vollständig ersetzen können sie Kohle, Öl und Gas noch nicht, doch der Anteil der erneuerbaren Energien soll stetig steigen.

Kohle ist immer noch wichtig für die Stromerzeugung in Deutschland. Früher wurde sehr viel Kohle gebraucht, um Züge fahren zu lassen, Maschinen anzutreiben und Wohnungen zu beheizen. Aber in der Kohle steckt noch mehr. Aus Kohle werden auch Koks und Briketts gemacht. Koks benötigt man, um Stahl zu erzeugen und Briketts kann man zum Heizen benutzen. Farben, Kunststoffe und Medikamente können aus Kohle und Erdöl hergestellt werden. Doch der Strom ist immer noch das wichtigste Produkt. In der Industrie und in unseren Haushalten wird er eingesetzt, um Licht und Wärme zu erzeugen und Maschinen anzutreiben.

Daraus wird Strom gemacht … Weißt du Bescheid?

Frage 1:
Aus welchen Energiequellen wird Strom erzeugt?​

Du darfst mehrere (oder alle) ankreuzen.

Frage 2:
Welche Energiequellen sind irgendwann aufgebraucht?

Kleiner Tipp: Denk scharf nach, hier dürfen nicht alle angekreuzt werden.

Möchtest du etwas suchen? Dann gib dein Suchwort hier ein …

Meiler zur Herstellung von Holzkohle

Herstellung von Holzkohle

Die einzelnen Holzstücke werden zu einem kegelförmigen Haufen geschichtet und mit Erde und Rasen abgedeckt. So ein Haufen wird Meiler genannt. Nur durch kleine Öffnungen im Meiler gelangt Luft unter die Abdeckung.

Das Ziel ist es, möglichst nicht das Holz, sondern nur die aus dem erhitzten Holz entweichenden Gase zu verbrennen. An dem aufsteigenden Rauch kann der Köhler sehen, ob die Verkohlung gelungen ist. Dann verschließt er die Luftöffnungen, und der Meiler kühlt langsam wieder ab. Die Holzkohle ist fertig. Heute gibt es in manchen Waldgebieten Köhler, die dieses alte Verfahren vorführen.

Schlägel und Eisen wurden zum Symbol für den Bergbau. Schon im Mittelalter taucht das Zeichen in vielen Stadtwappen auf.

Auch heute noch sind Schlägel und Eisen in manchen Stadtwappen enthalten. So zum Beispiel in St. Andreasberg/Harz, wo Erz abgebaut wurde, oder in den Bergbaustädten Gelsenkirchen und Herne im Ruhrgebiet, St. Ingbert im Saarrevier oder Peißenberg in Bayern.
Auch auf Landkarten findet man das Symbol als Kennzeichnung für ein Bergwerk. Steht das Zeichen auf dem Kopf, zeigt es ein still­gelegtes Bergwerk an.

Skip ist das englische Wort für ein geschlossenes Förder­gefäß aus Stahl, das ungefähr 17 Meter hoch, 3,50 Meter lang und 2 Meter breit ist.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km pro Stunde rasen zwei Skips über 30 Mal in der Stunde durch den Schacht von der Oberfläche zum Füllort und zurück – vollautomatisch.

Wenn der eine Skip unten ist, ist der andere oben.
So werden bis zu 1.000 Tonnen Kohle in der Stunde gefördert.

Benno Bergmann hat für euch aufgeschrieben, wie die Arbeit eines Bergmanns aussah. Außerdem hat er erzählt, wie ein Bergwerk funktioniert. Die Bergleute arbeiteten in drei Schichten rund um die Uhr. Das alles kannst du in den folgenden Kapiteln nachlesen.

Bereits im 13. Jahrhundert wurde nach der Steinkohle gegraben. Von 1957 bis 2018 gab es im Ruhrrevier 140 Bergwerke. An der Lippe wurde die Kohle bis in einer Tiefe von 1.500 Meter abgebaut. Am 21.12.2018 wurde mit Prosper Haniel feierlich das letzte Bergwerk in Deutschland geschlossen.