Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Gefördert durch

Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

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Bildungsprojekt gefördert durch

Zentrale Leitwarte

Die zentrale Leitwarte in Herne

Im März 2019 wurde die Leitwarte Pluto auf dem RAG-Gelände in Herne eröffnet. Die Aufgabe: Überwachung des Wassermanagements aus den alten Revieren an Ruhr, Saar und in Ibbenbüren.

Kontrollraum der Leitwarte

Wie beim Gebäude selbst wurde auch bei der digitalen Ausstattung auf größtmögliche Sicherheit geachtet. Die spezielle RAG-Software soll vor Angriffen aus dem Internet schützen, alle Daten werden über mehrere Sicherheits­systeme direkt gespeichert.

Sollte mal der Strom ausfallen, steht ein Notstromdieselgenerator parat, der für mehrere Wochen ausreichend Strom liefern kann. Zugleich ist das komplette Technik-System doppelt vorhanden, so dass im Notfall ein identisches Gerät anspringen würde.

Heute weisen Kanarienvögel den Weg zum Gelände von Zollverein.

So abgeschirmt der Hochsicherheitstrakt der Leitwarte ist, so offen und transparent zeigt sich das Informationszentrum. Besuchergruppen können vor Ort kennenlernen, was der Nachbergbau bedeutet, aber auch den Erinnerungen ehemaliger Bergleute lauschen. Digitale Informationsstationen und interaktive Videowände laden die Besucher/-innen ein, Geschichte wie Zukunft der Region zu erkunden.

SANAA-Gebäude auf Zollverein in Essen

Hier laufen in Echtzeit sämtliche Informationen aus Grubenwasserhaltung, Polderanlagen und Grundwasserreinigung zusammen. Auch die untertägige Fließgeschwindigkeit des Grubenwassers und seine chemische Zusammensetzung wird auf den Monitoren angezeigt.

365 Tage im Jahr rund um die Uhr sitzen mindestens vier Mitarbeitende an den zahlreichen Monitoren und der zehn Meter breiten Videowand. Sollte ein Warnhinweis aufblinken, werden umgehend Maßnahmen eingeleitet. Die Belegschaft an den Grubenwasserzechen kann unverzüglich notwendige Wartungs- oder Reparaturarbeiten erledigen.

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Meiler zur Herstellung von Holzkohle

Herstellung von Holzkohle

Die einzelnen Holzstücke werden zu einem kegelförmigen Haufen geschichtet und mit Erde und Rasen abgedeckt. So ein Haufen wird Meiler genannt. Nur durch kleine Öffnungen im Meiler gelangt Luft unter die Abdeckung.

Das Ziel ist es, möglichst nicht das Holz, sondern nur die aus dem erhitzten Holz entweichenden Gase zu verbrennen. An dem aufsteigenden Rauch kann der Köhler sehen, ob die Verkohlung gelungen ist. Dann verschließt er die Luftöffnungen, und der Meiler kühlt langsam wieder ab. Die Holzkohle ist fertig. Heute gibt es in manchen Waldgebieten Köhler, die dieses alte Verfahren vorführen.

Schlägel und Eisen wurden zum Symbol für den Bergbau. Schon im Mittelalter taucht das Zeichen in vielen Stadtwappen auf.

Auch heute noch sind Schlägel und Eisen in manchen Stadtwappen enthalten. So zum Beispiel in St. Andreasberg/Harz, wo Erz abgebaut wurde, oder in den Bergbaustädten Gelsenkirchen und Herne im Ruhrgebiet, St. Ingbert im Saarrevier oder Peißenberg in Bayern.
Auch auf Landkarten findet man das Symbol als Kennzeichnung für ein Bergwerk. Steht das Zeichen auf dem Kopf, zeigt es ein still­gelegtes Bergwerk an.

Skip ist das englische Wort für ein geschlossenes Förder­gefäß aus Stahl, das ungefähr 17 Meter hoch, 3,50 Meter lang und 2 Meter breit ist.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km pro Stunde rasen zwei Skips über 30 Mal in der Stunde durch den Schacht von der Oberfläche zum Füllort und zurück – vollautomatisch.

Wenn der eine Skip unten ist, ist der andere oben.
So werden bis zu 1.000 Tonnen Kohle in der Stunde gefördert.

Benno Bergmann hat für euch aufgeschrieben, wie die Arbeit eines Bergmanns aussah. Außerdem hat er erzählt, wie ein Bergwerk funktioniert. Die Bergleute arbeiteten in drei Schichten rund um die Uhr. Das alles kannst du in den folgenden Kapiteln nachlesen.

Bereits im 13. Jahrhundert wurde nach der Steinkohle gegraben. Von 1957 bis 2018 gab es im Ruhrrevier 140 Bergwerke. An der Lippe wurde die Kohle bis in einer Tiefe von 1.500 Meter abgebaut. Am 21.12.2018 wurde mit Prosper Haniel feierlich das letzte Bergwerk in Deutschland geschlossen.