Das heute größte Bergbau-Museum der Welt in Bochum
Nachbildung des Grubenpferds Tobias
Deutsches Bergbau-Museum Bochum
Eines vorweg: Da, wo in Bochum 1930 das heute größte Bergbau-Museum der Welt errichtet wurde, hat nie eine Zeche gestanden. Trotzdem können Besucher/-innen heute hier einfahren.
Per Seilfahrtsimulator geht es ins Anschauungsbergwerk in 20 m Tiefe. Auf einer Strecke von 1.200 Meter kann man die schwere Arbeit unter Tage nachempfinden. Auch die lebensechte Nachbildung eines Grubenpferdes steht hier. Es heißt „Tobias“ und war bis 1966 zwölf Jahre unter Tage auf der Zeche General Blumenthal in Recklinghausen.
In diesem Museum können die Besucher/-innen auch in die Höhe fahren. Per Aufzug geht es auf das Fördergerüst, das weithin sichtbare Erkennungszeichen des Museums. Ursprünglich stand dies in Dortmund-Marten auf der Schachtanlage Germania und wurde 1973 nach Bochum umgesiedelt.

Betrachtet man eine neue Karte vom Ruhrgebiet (hier findest du sie), dann ist zu sehen, dass die Städte im Revier noch größer geworden sind. Sie sind nahezu zusammengewachsen. Autobahnen, Bundesstraßen, Eisenbahnschienen und Kanäle durchziehen das Revier.
Hier wurde bis 2018 Kohle abgebaut: Schacht Prosper 10 im Norden von Bottrop.
Der Kohleabbau ist noch weiter nach Norden gewandert. Dort waren die Bergwerke, wo zuletzt noch Kohle gefördert wurde. Die Landschaft an der Ruhr, wo der Kohleabbau einst begonnen hatte, ist dagegen wieder grün geworden.
Straßenschilder in Essen-Kray
Hier erholen sich viele der rund 5 Millionen Menschen des Ruhrgebiets an Flüssen, Kanälen und Stauseen. Freizeitvergnügen bieten Revierparks und sogar ehemalige Zechenstandorte. Auf dem Zechengelände Bergwerk West in Kamp-Lintfort ist 2020 eine Landesgartenschau angelegt worden.