Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

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Bildungsprojekt gefördert durch

Steckbrief Aachener Revier

Dieses Revier liegt im Dreiländereck von Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Es gab 3 Reviere nördlich von Aachen. Die meisten Bergwerke hatte der Eschweiler Bergwerksverein zwischen den Städten Würselen und Geilenkirchen. Aber auch in den Revieren rund um Eschweiler und Hückelhoven wurde Steinkohle abgebaut. Im Grubenfeld Norbert Metz sogar bis in eine Tiefe von 1.200 Meter. 

Es gab in den 40 Jahren bis 1997 insgesamt 9 Bergwerke. Seit dem Jahr 2000 arbeitet hier jedoch niemand mehr im Bergbau. Das letzte Bergwerk Sophia-Jacoba stellte am 27. März 1997 die Förderung ein.

Die Kohlenflöze enden natürlich nicht an der Grenze zu den Niederlanden, sondern setzen sich im Südlimburger Revier fort. Dort wurden bereits 1974 die letzten beiden Bergwerke geschlossen.

 

Bergwerk Sophia-Jacoba

Geologisches Profil durch das Aachener Revier

Hier liegen über den Steinkohleflözen teilweise noch Braunkohleschichten aus der mittleren Tertiärzeit. Sie werden noch heute am Rand des Kohlenreviers im Tagebau Inden abgebaut. Wie zur Karbonzeit haben sich hier vor 25 Millionen Jahren noch einmal Sumpfwälder in der Niederrheinischen Bucht gebildet. Auch sie wurden vom Meer überflutet und mit Sedimenten überdeckt.

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Meiler zur Herstellung von Holzkohle

Herstellung von Holzkohle

Die einzelnen Holzstücke werden zu einem kegelförmigen Haufen geschichtet und mit Erde und Rasen abgedeckt. So ein Haufen wird Meiler genannt. Nur durch kleine Öffnungen im Meiler gelangt Luft unter die Abdeckung.

Das Ziel ist es, möglichst nicht das Holz, sondern nur die aus dem erhitzten Holz entweichenden Gase zu verbrennen. An dem aufsteigenden Rauch kann der Köhler sehen, ob die Verkohlung gelungen ist. Dann verschließt er die Luftöffnungen, und der Meiler kühlt langsam wieder ab. Die Holzkohle ist fertig. Heute gibt es in manchen Waldgebieten Köhler, die dieses alte Verfahren vorführen.

Schlägel und Eisen wurden zum Symbol für den Bergbau. Schon im Mittelalter taucht das Zeichen in vielen Stadtwappen auf.

Auch heute noch sind Schlägel und Eisen in manchen Stadtwappen enthalten. So zum Beispiel in St. Andreasberg/Harz, wo Erz abgebaut wurde, oder in den Bergbaustädten Gelsenkirchen und Herne im Ruhrgebiet, St. Ingbert im Saarrevier oder Peißenberg in Bayern.
Auch auf Landkarten findet man das Symbol als Kennzeichnung für ein Bergwerk. Steht das Zeichen auf dem Kopf, zeigt es ein still­gelegtes Bergwerk an.

Skip ist das englische Wort für ein geschlossenes Förder­gefäß aus Stahl, das ungefähr 17 Meter hoch, 3,50 Meter lang und 2 Meter breit ist.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km pro Stunde rasen zwei Skips über 30 Mal in der Stunde durch den Schacht von der Oberfläche zum Füllort und zurück – vollautomatisch.

Wenn der eine Skip unten ist, ist der andere oben.
So werden bis zu 1.000 Tonnen Kohle in der Stunde gefördert.

Benno Bergmann hat für euch aufgeschrieben, wie die Arbeit eines Bergmanns aussah. Außerdem hat er erzählt, wie ein Bergwerk funktioniert. Die Bergleute arbeiteten in drei Schichten rund um die Uhr. Das alles kannst du in den folgenden Kapiteln nachlesen.

Bereits im 13. Jahrhundert wurde nach der Steinkohle gegraben. Von 1957 bis 2018 gab es im Ruhrrevier 140 Bergwerke. An der Lippe wurde die Kohle bis in einer Tiefe von 1.500 Meter abgebaut. Am 21.12.2018 wurde mit Prosper Haniel feierlich das letzte Bergwerk in Deutschland geschlossen.