Bianca Bergmann erklärt

Unsere Steinkohle

gestern – heute – morgen

Gefördert durch

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Bildungsprojekt gefördert durch

Steckbrief Ibbenbürener Revier

Dieses Revier liegt im Tecklenburger Land in Nordrhein-Westfalen, zwischen den Städten Ibbenbüren und Mettingen. Die Kohle wurde auf einer Fläche von 6 mal 15 Kilometern abgebaut. Schon im Jahr 1564 wurde in der „Kohlenstätte“ die erste Steinkohle gefördert. In der Zeit von 1957 bis 2018 gab es 6 Bergwerke im Revier. Die Kohle wurde bis zu einer Tiefe von 1.545 Meter gewonnen. Am 17. August 2018 stellte das letzte Bergwerk Ibbenbüren/Ostfeld den Betrieb ein.

Von-Oeyenhausen Schacht 3 des Bergwerks Ibbenbüren

Geologisches Profil durch das Ibbenbürener Revier

Dieses Kohlenrevier ist das einzige in Deutschland, wo ausschließlich Anthrazitkohle gefördert wurde. Die hat eine besonders gute Qualität. Sie ist sehr fest und hat einen hohen Heizwert. Eine Magmakammer hat die Karbonschichten nach oben geschoben. Durch den Druck und die Hitze wurde die Kohle viel stärker umgewandelt als im Ruhrrevier. Das heißt, dass die Anthrazitkohle bis 98 % aus reinem Kohlenstoff besteht und nur 2 % Wasser hat. Wenn das Magma es bis Erdoberfläche geschafft hätte, gäbe es heute nördlich von Ibbenbüren einen Vulkan.

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Meiler zur Herstellung von Holzkohle

Herstellung von Holzkohle

Die einzelnen Holzstücke werden zu einem kegelförmigen Haufen geschichtet und mit Erde und Rasen abgedeckt. So ein Haufen wird Meiler genannt. Nur durch kleine Öffnungen im Meiler gelangt Luft unter die Abdeckung.

Das Ziel ist es, möglichst nicht das Holz, sondern nur die aus dem erhitzten Holz entweichenden Gase zu verbrennen. An dem aufsteigenden Rauch kann der Köhler sehen, ob die Verkohlung gelungen ist. Dann verschließt er die Luftöffnungen, und der Meiler kühlt langsam wieder ab. Die Holzkohle ist fertig. Heute gibt es in manchen Waldgebieten Köhler, die dieses alte Verfahren vorführen.

Schlägel und Eisen wurden zum Symbol für den Bergbau. Schon im Mittelalter taucht das Zeichen in vielen Stadtwappen auf.

Auch heute noch sind Schlägel und Eisen in manchen Stadtwappen enthalten. So zum Beispiel in St. Andreasberg/Harz, wo Erz abgebaut wurde, oder in den Bergbaustädten Gelsenkirchen und Herne im Ruhrgebiet, St. Ingbert im Saarrevier oder Peißenberg in Bayern.
Auch auf Landkarten findet man das Symbol als Kennzeichnung für ein Bergwerk. Steht das Zeichen auf dem Kopf, zeigt es ein still­gelegtes Bergwerk an.

Skip ist das englische Wort für ein geschlossenes Förder­gefäß aus Stahl, das ungefähr 17 Meter hoch, 3,50 Meter lang und 2 Meter breit ist.

Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km pro Stunde rasen zwei Skips über 30 Mal in der Stunde durch den Schacht von der Oberfläche zum Füllort und zurück – vollautomatisch.

Wenn der eine Skip unten ist, ist der andere oben.
So werden bis zu 1.000 Tonnen Kohle in der Stunde gefördert.

Benno Bergmann hat für euch aufgeschrieben, wie die Arbeit eines Bergmanns aussah. Außerdem hat er erzählt, wie ein Bergwerk funktioniert. Die Bergleute arbeiteten in drei Schichten rund um die Uhr. Das alles kannst du in den folgenden Kapiteln nachlesen.

Bereits im 13. Jahrhundert wurde nach der Steinkohle gegraben. Von 1957 bis 2018 gab es im Ruhrrevier 140 Bergwerke. An der Lippe wurde die Kohle bis in einer Tiefe von 1.500 Meter abgebaut. Am 21.12.2018 wurde mit Prosper Haniel feierlich das letzte Bergwerk in Deutschland geschlossen.