Steckbrief Ruhrrevier
Unter dem Ruhrgebiet in NRW liegen die größten Steinkohlenvorräte in Deutschland. Sie wurden zwischen der Ruhr und der Lippe und den Städten Tönisberg und Ahlen abgebaut. Das ist eine Abbaufläche von etwa 40 mal 110 Kilometern.
Im Ruhrtal kommt die Steinkohle an die Erdoberfläche. Bereits im 13. Jahrhundert wurde nach der Steinkohle gegraben. Von 1957 bis 2018 gab es im Ruhrrevier 140 Bergwerke. An der Lippe wurde die Kohle bis in einer Tiefe von 1.500 Meter abgebaut. Am 21.12.2018 wurde mit Prosper Haniel feierlich das letzte Bergwerk in Deutschland geschlossen.
Abschiedsveranstaltung am 21.12.2018 zum Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus auf der Zeche Prosper Haniel in Bottrop.
Geologisches Profil von der Ruhr bis zur Nordsee
Bei uns im Ruhrgebiet wird besonders deutlich, dass die Kohle nach Norden hin abtaucht. An der Ruhr im Süden tritt sie an der Oberfläche zutage. Die Steinkohlenflöze sind gefaltet und teilweise zerbrochen. Nach Norden sinkt die Kohle immer weiter unter dem Deckgebirge ab. Der Abbau wird immer schwieriger und teurer. Im Bereich der Nordsee liegen die Karbonschichten in über 5.000 Meter Tiefe. Erst in Großbritannien kommen sie wieder an die Oberfläche.