Steckbrief Saarrevier
Die Ausdehnung des Saarländischen Kohlebeckens beträgt etwa 25 mal 45 Kilometer. Hier wurde unter den Städten Saarlouis und Völklingen bis Neunkirchen die Steinkohle abgebaut. Im Bereich von Neunkirchen kommt die Kohle an die Oberfläche.
Ab 1750 hat man angefangen, die Kohle planmäßig abzubauen. In der Vergangenheit gehörten die Saargruben mehrfach zu Frankreich. Im Jahr 1957 gab es noch 18 Bergwerke im Revier. Am 30. Juni 2012 wurde mit dem Bergwerk Saar die letzte der Zechen geschlossen.
Nordschacht des Bergwerks Saar
Geologisches Profil durch das Saarrevier
Die Steinkohle im Saarrevier ist anders entstanden als in den übrigen Kohlerevieren in Deutschland. Dort bildete sich die Kohle aus Wäldern, die immer wieder vom Meerwasser überflutet wurden. Im Saarland dagegen entstand die Steinkohle aus Sumpfwäldern von Süßwasserseen. Als das Steinkohlengebirge entstand, sind die Flöze sehr stark gefaltet worden und sogar zerbrochen. Im Südwesten des Reviers liegen Sandsteinschichten aus der Triaszeit als Deckgebirge auf den Kohleschichten. Für die Bergleute waren das besonders schwierige Bedingungen, um die Kohle abzubauen.
Die Kohlenflöze enden natürlich nicht an der Grenze zu Frankreich, sondern setzen sich im Lothringischen Kohlebecken fort. Dort wurde bereits 2004 das letzte Bergwerk geschlossen.